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24. April 2011

Eine nicht ganz alltägliche Laufrunde

Unlängst im Trainingslager stand am Tag nach unserer Königsetappe ein lockerer Lauf auf dem Plan. Die Laufstrecken in Umgebung unseres Urlaubsdomiziels boten wenig Abwechslung, verliefen sie entweder an stark befahrenen Verbindungsstrassen oder im landschaftlich wenig spektakulären Küstenhinterland zwischen Fincas, Viehweiden und Pferdekoppeln meist flach dahin. Um mein Training etwas aufzulockern, entschloss ich mich an diesem Tage mein Training, um eine weitere Komponente zu erweitern und auf diese Weise etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Neben meiner Laufuhr nahm ich an diesem Tage auch mein GPS-Gerät mit. Vor dem Lauf hatte ich mir aus dem Internet 3 Geocaches herausgesucht und durch Verbindung der 3 Positionen eine einfache 9-Kilometer-Laufroute erstellt. 

Geocaching kann man als eine moderne Art der Schnitzeljagd umschreiben: jemand versteckt vorher an selbstgewählten Punkten einen "Schatz" (= Cache), speichert die Position des Caches (möglicherweise in Zusammenhang mit einem kleinen Rätsel) im Netz und andere Leute können diese Caches dann aus dem Netz heraussuchen und versuchen zu finden. Inzwischen hat sich Geocaching über die ganze Welt verbreitet - fast überall findet man Caches. Wer die einschlägigen Suchmaschinen verwendet, wird zum Thema unzählige Seiten finden, ausserdem gibt es allerlei Bücher zum Thema. Selbst Gruppen wie der Deutsche Alpenverein bieten schon Einsteigerkurse für Geoaching an. Dabei ist Geocaching wirklich nicht so schwierig. Ich will in diesem Zusammenhang auf ein kleines Geocaching-Tutorial meiner Kollegin Britta hinweisen, wo sie die Basics ganz gut erläutert - mehr braucht man nicht zu wissen, um sich auf seine erste Schatzsuche zu begeben. Ach Moment .. sein GPS-Gerät sollte man natürlich auch bedienen können!

Zurück zur Laufrunde. Die 3 Geocaches habe ich mir bei geocaching.com herausgesucht. Natürlich habe ich meinen Lauf geloggt und im Netz zum Nachlaufen festgehalten. Natürlich habe ich die Runde auch etwas detaillierter beschrieben. Aber wie gesagt: Geocaches gibt es fast überall! Wer jetzt Interesse bekommen hat, der braucht nicht extra nach Mallorca zu reisen, sondern kann mal schauen, ob er auch paar Caches in Umgebung seines aktuellen Aufenthaltsorts - vielleicht sogar nahe seiner Hausrunde findet. Und dann nichts wie raus auf Schatzsuche!

10. März 2011

Doppelter Winterpokal 2010/11

Im vergangenen Herbst/ Winter war es wieder soweit: eine neue Ausgabe des Winterpokal mit Kollegen und Freunden stand an. Wie letztes Mal auch galt es innerhalb eines bestimmten Zeitraums möglichst viele Punkte in einer Bewegungswertung zu sammeln. Für jede Aktivität - im wahrsten Sinne des Wortes meist sportlich, aber auch Spazierengehen war möglich - kann man Punkte bekommen. Ab bestimmten Punkteanzahlen gibt es virtuelle Medaillen zu erlangen. Das Ganze ist als kleiner Motivationsanreiz gedacht, sich im nasskalten und dunklen Winter weiterhin halbwegs konstant zu bewegen und damit etwas für die Gesundheit zu tun. Als Ziel kann man sich das Erreichen einer bestimmten Medaillenstufe setzen oder vielleicht lässt man sich auch durch den Wettstreit mit den Anderen zu der ein oder anderen zusätzlichen Bewegungseinheit hinreissen. Um das Ganze noch etwas abzurunden, ergänzten wir die Wertung dieses Mal durch eine weitere Ernährungswertung. Hierfür galt es in den Kalenderwochen bestimmte Aufgaben im Bereich Ernährung zu erfüllen. Die Aufgaben basieren oft auf Ratschlägen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, wurden aber an der ein oder anderen Stelle durch unsere Ernährungsexpertin Britta leicht modifiziert oder ergänzt. Britta steht uns während des Pokals auch immer hilfreich und qualifiziert für Fragen zur Verfügung, denn nicht immer ist dem Laien klar, wie man eine Aufgabe am sinnvollsten durchzuführen könnte; manchmal sind ein paar Tipps auch ganz hilfreich. Das Interesse an der Teilnahme am Winterpokal war zu Beginn recht gross, doch letztendlich schaffen es abermals nur 3 Teilnehmer bis ans Ende durchzuhalten. Eigentlich unverständlich, denn eine Einstiegshürde gibt es nicht und Spaziergänge oder andere sportliche Aktivitäten sollten eigentlich im Sinne jedes gesundlebenden Menschen sein. Selbst eine längere Krankheitsphase, was während der Pokalzeit durch einer Erkältung immer mal vorkommen kann, ist kein Grund am Pokal nicht teilzunehmen. Vermutlich ist das Problem eher die Transparenz über die eigenen Aktivitäten oder die halbwegs regelmässige Pflege unserer kleinen Datenbank, weshalb dann doch einige nicht bis zum Schluss durchhielten oder gar nicht erst richtig begonnen. Da es keinen Mehraufwand sondern nur einen von mir gewünschten Schwerpunkt für die Bewegungswertung unseres Pokals bedeutete, nahm ich diesen Winter ausserdem noch bei einem vergleichbaren Winterpokal in einem Triathlon-Forum teil. Hierbei wurden nur Läufe gezählt. So konnte ich einen absolvierten Lauf gleich in 2 Pokalen zählen und hatte eine doppelte Motivationshilfe.

In den ersten Wochen liess ich es ruhig angehen. Das hing damit zusammen, dass die Winterpokale für mich wirklich als eine Motivation für den Winter waren, ich aber zu Beginn der Wertungen Ende November noch in sommerlicheren Gefilden beim Ironman in Mexiko weilte. Erst ab Mitte Dezember war ich gewillt mich näher mit den Pokalen und den zu erreichenden Zielen zu beschäftigen. Um die Weihnachtszeit war ich dann soweit, dass ich wieder halbwegs regelmässig trainieren wollte und konnte. So langsam musste ich ja auch, hatte ich mir doch für Ende Januar wieder den Lauf im Rodgau vorgenommen. Im Vergleich zu den anderen Mitbewerbern hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt in beiden Pokalwettbewerben schon einen gehörigen Rückstand auf die Führenden eingehandelt. Obwohl ich primär ein eigenes Ziel verfolgte - nämlich einfach nur konstantes Training -, liess ich mich zu dieser Zeit doch auch durch den Rückstand auf die anderen Mitstreiter etwas motivieren, die ein oder andere Einheit mehr zu machen und fand auf diesem Wege schneller wieder zurück zu einem konstanten Training. In den Folgewochen konnte ich mich so in beiden Pokalen in den verschiedenen Wertungen vorarbeiten. Eigentlich hatte ich den Sieg in beiden Pokalwettbewerben schon abgeschrieben – zu gross waren die Rückstände. Aber bedingt durch den temporären Ausfall der bis dahin führenden Britta konnte in unserer eigenen Pokalwertung im neuen Jahr doch noch die Führung übernehmen und gab sie dann aufgrund meiner Konstanz bis zum Ende nicht mehr ab. Am Ende erreichte ich sowohl in den beiden Einzelwertungen wie auch in der Gesamtwertung die Platinmedaillie, die ich vorher noch für unerreichbar gehalten hatte. Im genannten Zeitraum hatte ich 118 Einheiten zählen können. Damit übertraf ich die Ergebnisse aus dem Vorwinter um ein Vielfaches. Trotz des Sieges fand ich es schade, dass Britta durch die Krankheit gehandicapt ihre Führung nicht mehr ernsthaft verteidigen konnte, es wäre sonst vielleicht noch ein interessanter Zweikampf geworden. Im Laufpokal der Triathleten war mein Ergebnis nicht ganz so gut. Meine besten Platzierungen waren dort jeweils ein 17ter Gesamtplatz was die zurückgelegte Distanz und Zeit betraf, immerhin stand mir so noch eine virtuelle Bronzemedaillie zu.

Im Grossen und Ganzen bin ich mit beiden Pokalen wieder sehr gut über den Winter gekommen. Dank des Laufpokals habe ich heute schon so viele Jahreslaufkilometer wie noch nie zuvor zu diesem Zeitpunkt. Glücklicherweise bin ich ohne weitere Erkältungen durch den Winter gekommen. Inwieweit da die regelmässige Bewegung und die Ernährung eine Rolle gespielt haben, lässt sich schwer beurteilen. Auf jeden Fall haben die beiden Pokalwettbewerbe ihren Zweck für mich absolut erfüllt und es sei jedem, der aktuell mit seiner Fitness hadert, angeraten nächstes Jahr ebenfalls an so einer Aktion teilzunehmen.

10. Juni 2010

Abwechslung durch den Frühjahrspokal

Nachdem überaus guten Feedback der Teilnehmer zum Winterpokal haben wir uns kurzerhand entschlossen einen Frühjahrspokal von März bis Ende Mai ins Leben zu rufen. Damit das Ganze noch etwas spannender wird, haben wir in dem neuen Pokal neben der Wertung für Bewegung auch noch eine weitere Wertung mit Ernährungsaufgaben hinzugefügt. Aus der Kombination beider ergibt sich dann eine Gesamtwertung. Für mich war dieses Mal insbesondere die Ernährungswertung interessant. Die Bewegungspunkte würden sich für mich durch die normale Ironman-Vorbereitung automatisch ergeben. Die verschiedenen Wochenaufgaben für die Ernährungswertung zu erfüllen, würde sicher kein solcher Selbstläufer werden. Aus Rücksicht auf verschiedene Urlaube und auch meine Ironman-Vorbereitung gab es auch wenige Wochen mit Pausen in dieser Wertung bzw. wir erlaubten uns nach Rücksprache im Teilnehmerkreis zu Beginn noch ein paar Verschiebungen.

Bei mir lief es dann wie vorher schon vermutet. Die Bewegungspunkte sammelten sich von Woche zu Woche an, wobei ich ja hier das Handicap hatte meine zahlreichen Koppeltrainings lediglich als eine Einheit zählen zu können. Vermutlich waren meine Einheiten auch zeitlich länger und mitunter intensiver, so dass sich schon vom Trainingsaufbau her eine zweite Einheiten in bestimmten Disziplinen ausschloss. Letztendlich landete ich dann in der Endauswertung „nur“ auf dem zweiten Platz und durfte mich lediglich als moralischer Bewegungssieger fühlen. Vielleicht hätte ich noch die ein- oder andere Gymnastik- oder Krafteinheiten einschieben können und mir damit den Sieg sichern können. Aber ich bin so schon mit dem geleisteten Pensum ganz zufrieden. Noch mehr Training hätte nicht zu meinem Trainingsplan gepasst und wäre auch motivationstechnisch schwierig geworden; ausserdem wollte ich nicht ins Übertraining kommen. Die Ernährungswertung war da schon deutlich interessanter, da sie mit einigen Wochenaufgaben auch für mich Neuland bedeutete. Wenn wir uns über die Aufgabe nicht genau im Klaren waren, gab es nützliche Hinweise von unserer teilnehmenden Ernährungsberaterin (und späteren Bewegungswertungssiegerin) Britta. So wurde der Frühjahrspokal für jeden von uns eine kleine Reise ins Unbekannte und bekam durch die neue Wertung seinen besonderen Reiz. Die Ernährungswertung konnte ich letztendlich für mich entscheiden, allerdings spielte das für mich eher eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger war es durch die Aufgaben und Hinweise von Britta wieder neue Anregungen und ein besseres Verständnis für die Ernährung zu bekommen. So manch vordergründig einleuchtend und einfache erscheinende Aufgabe war nach genauer Kenntnis des Sachverhalts gar nicht mehr so einfach. Ein „Vollkornbrot“ ist nun mal doch nicht immer gleich ein echtes Vollkornbrot. Und es war interessant festzustellen, in wievielen Produkten heutzutage Schokolade enthalten ist – oft isst man die unbewusst mit und nimmt sie gar nicht mehr so war. Selbst Britta musste in ihrem Resümee feststellen einiges aus der neuen Wertung gelernt zu haben. So hat sich der Pokal letztendlich wieder für alle Finisher gelohnt. Leider sind unsere 2 neuen Teilnehmer, obwohl zu Anfang ebenfalls schwer begeistert, zwischendurch auf der Strecke geblieben. Es bleibt zu hoffen, dass wir für die nächste Ausgabe des Pokals – vermutlich im nächsten Winter - wieder neue Mitstreiter finden, denn letztendlich profitiert selbst jemand der nicht ganz auf den vorderen Rängen landet von den Aufgaben. Trotzdem ist es erstmal gut jetzt keinen neuen Pokal mehr zu haben – endlich kann man mal wieder essen worauf man Lust hat, ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen, ob das denn alles immer so gesund ist oder einem nicht die Wochenaufgabe versaut.

4. März 2010

Winterpokal 2009/10: 3. Monat

Der Winterpokal 2009/10 ist abgeschlossen. Ich habe zwar formal den Sieg davongetragen, aber letztendlich ging es dabei ja weniger um den Vergleich untereinander als um eine intrinsische Motivation der einzelnen Teilnehmer etwas in der kalten Jahreszeit für die Gesundheit zu tun - zumindest habe ich es so gesehen. Und diesbzgl. war der Pokal ein voller Erfolg. Alle 3 aktiven Teilnehmer sind gesundheitlich recht gut durch den Winter gekommen. und sind mit den Ergebnissen insgesamt zufrieden Der 4te designierte Teilnehmer hat es leider nicht regelmässig geschafft sich zu bewegen und ist somit nicht in die Wertung eingegangen. Nach dem positiven Feedback der anderen 3 gelobt er aber für die nächste vergleichbare Aktion Besserung. Britta und die Göre haben ihre Ergebnisse in Ihren Blogs sehr schön zusammengefasst. Ich kann mich ihren Fazits im Grossen und Ganzen nur anschliessen und muss an dieser Stelle nicht mehr viel hinzufügen.
Mir persönlich hat der Pokal besonders im November - im Ruhemonat nach dem Marathon - geholfen, die Zügel nicht ganz schleifen zu lassen. Manch einer verfällt ja nach so einem Wettkampf gerne in ein kleines Loch aus dem es dann oft schwieirg ist wieder rauszukommen. Ab Dezember startete dann mein Vorbereitungsprogramm für den nächsten Ironman, ab da war der Winterpokal dann für mich ein Selbstläufer. Bei der nächsten Ausgabe wollen wir deshalb noch ein paar Aufgaben aus dem Bereich Ernährung hinzufügen, dann wird es für mich trotz intensivem Sportprogramm nicht mehr ganz so einfach den Gesamtsieg davonzutragen.

13. Januar 2010

Sport an Tagen, an denen Pudel eine Mütze bräuchten

Das Wetter macht erfinderisch oder besser: experimentierfreudig. Radfahren ist bei viel Schnee schwierig, mitunter gefährlich und vorallem: sehr kalt. Schwimmen geht, aber gerade zwischen den Jahren haben viele Schwimmbäder geschlossen. Und Laufen konnte ich meiner Verletzung auch nicht so häufig. In diversen Sportmagazinen findet man jedes Jahr wieder eine Aufstellung über sinnvolle Alternativsportarten im Winter. Ganz oben auf der Liste steht oft der Skilanglauf. Ich bin bisher nur auf Alpinski gestanden, wollte den Langlauf zwar immer mal ausprobieren, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen.

Am vergangenen Wochenende begab es sich, dass ich mehr aus Neugierde in der Wintersportabteilung eines hiesigen Sportkaufhauses vorbeischaute. Aufgrund einer Jubliäumsaktion gab es für meine Gewichtsklasse zufälligerweise ein sehr attraktives Set-Angebot für Langlauf. Normalerweise würde es sich für so ein Experiment ja mehr anbieten, dass man erstmal irgendwo die entsprechende Ausrüstung leiht. Doch ich hatte schon mal im Internet geschaut und festgestellt, dass es  kaum noch entsprechende Ausleihstation gibt – Aufgrund von Nachfrage und vielleicht auch Preisverfall haben die meisten Anbieter den Ausleihbetrieb eingestellt. Und da sowieso für den Sonntag als Option Langlauf in meinem Trainingsplan stand, ergriff ich die Chance und bin von nun an Besitzer von ein paar Langlaufskiern. Jetzt galt es nur noch eine Loipe zu finden, auf der ich üben konnte. Auch hier bietet die Rhein-Neckar-Region gute Möglichkeiten. Der Nordschwarzwald ist mit seinen Loipen um Kaltenbronn und Dobel gerade mal ungefähr 1 Stunde Fahrtzeit entfernt. Etwas näher ist das südhessische Beerfelden (ca. 45 Minuten Fahrt), wo ich unlängst erst noch mit dem Rennrad war. Die Wahl fiel aber auf das kleinste, aber auch naheste Ziel: die Loipen in Wilhelmsfeld, oberhalb von Heidelberg (ca. 15-20 Minuten Fahrt). Hier stehen 3 Loipen zur Auswahl. Die Schnee- und Loipenverhältnisse waren nach meinem Empfinden genau richtig und gut für meinen Einstieg.

Meine ersten Schritte auf Langlaufski als Training zu bezeichnen, wäre vielleicht übertrieben. Es fiel mir doch schwerer als erwartet und die blauen Flecken von ein paar Landungen im Schnee merke ich auch noch paar Tage später. Aber eine interessante Alternative ist das zukünftig allemal. Je nachdem für welche Variante des Langlauf man sich entscheidet (klassisch oder Skating), werden auch einige der Muskeln angesprochen, die man auch im Triathlon braucht. Die Bewegungsläufe bei dem von mir gewählten klassischen Stil erinnerten mich doch sehr an das Laufen und halfen mir vielleicht auch, mich der ein oder anderen Sache hierbei noch mehr bewusst zu werden – im konkreten Fall denke ich hier an den Abstoss mit dem Fussballen. Der Skatingstil spricht wohl währenddessen eher einige Muskeln und Muster des Radfahrens an. Summa summarum würde ich es nach der ersten Einheit definitiv als eine sinnvolle Alternativsportart für den Triathleten an kalten Wintertagen empfehlen. Ich selbst werde mich auf jeden Fall weiter darin üben, um besser zu werden und vielleicht auch bei einer der triathletischen Sportarten effizienter zu werden. Sollte ich mal besser werden, kann ich vielleicht auch mal an einem Wintertriathlon teilnehmen. Hat eigentlich Achim Achilles mit seiner Stockphobie schon mal Langlauf gemacht? Vielleicht würde er dann auch schneller laufen.

8. Januar 2010

Winterpokal 2009/10: 2. Monat


Der zweite Monat beim Winterpokal ist abgelaufen. Eigentlich wäre im Dezember ein Laufschwerpunkt gewesen, aber manchmal kommt es eben anders als man plant. So musste ich auf andere Sportarten ausweichen, um auch endlich mit der Vorbereitung auf den Ironman im Mai beginnen zu können. War an den Weihnachtsfeiertagen noch sehr gut das Radfahren draussen möglich, so habe ich in Anbetracht der Bodenverhältnisse und der Temperaturen in den letzten Tagen meine Radeinheiten mehr auf dem neuen Rollentrainer absolviert. Ergänzt wurde das dann primär durch Gymnastik und Krafttraining im Studio. Wenn ab nächster Woche auch wieder mein Schwimmbad offen hat, wird auch wieder verstärkt geschwommen. Anderes Training gibt es sonst kaum noch. Ich würde schon irgendwann mal gerne Langlauf ausprobieren - vielleicht gibt's ja demnächst ein paar Schnäppchen im Handel und dann könnte man mal in den Odenwald oder Nordschwarzwald fahren.

7. Dezember 2009

Start des Fitness-Winterpokal 2009/10

Nach meinem Lauf in Luxemburg habe ich es sportlich gesehen erstmal ruhiger angehen lassen. Viele Rad- und Laufeinheiten sind Spaziergängen, Gymnastik und Krafttraining im Studio gewichen – ein bisschen Abwechslung ist manchmal ganz gut. Selbst den obligatorischen Nikolauslauf habe ich mir verkniffen. Um nicht ganz einzurosten und auch ein bisschen Motivation für das alternative Training zu haben, habe ich mit meiner Kollegin Britta einen Winterpokal ins Leben gerufen. Die Regeln kann man gut in Brittas Blog  nachlesen.

Soweit sich das beobachten lässt und was man aus unseren Gesprächen bisher so mitbekommt, so scheint der Pokal bei allen 4 Teilnehmern seine Ziel nicht verfehlt zu haben. Die Motivation öfter mal draussen eine Runde zu drehen oder zumindest mal ein paar Gymnastikübungen zu machen, ist offenbar bei allen eher vorhanden als das in den Vorjahren der Fall war. Ich für meinen Teil habe ungefähr bspw. nach der Hälfte des Monats gesehen, dass ich im Vergleich eher weniger Gymnastik gemacht habe, obwohl ich es gerade in der Wintermonaten als für sinnvoll erachte. So kamen zuletzt dann doch mehr entsprechende Einheiten dazu. Insgesamt mir lässt sich über den November hin bei mir eine klare Zweiteilung feststellen. Während ich in der ersten Hälfte eher weniger gemacht habe, so kann man gegen Ende des Monats hin doch eine deutliche Steigerung durch Wiederaufnahme bzw. Intensivierung der Kernsportarten feststellen. Dementsprechend heterogen stellt sich auch die Balkengrafik mit den unterschiedlichen Sportarten dar. Für den Dezember erwarte ich demzufolge anteilsmässig gesehen ein deutliches Wachstum der Balken für Laufen und Schwimmen. Auch das Radfahren wird sicher eine stärkere Rolle spielen.

22. Juni 2007

Ein paar Gedanken kurz vor dem Wettkampf

Die kürzeste Nacht des Jahres haben wir alle hinter uns, den längsten Tag des Jahres haben ein paar Vereinskameraden und ich am Sonntag noch vor uns. Eine lange Reise mit unzähligen Stunden und Kilometern Training zu Fuss, auf dem Rad und im Wasser geht nun zu Ende. Die letzte Etappe beginnt.
Es gibt zwei Fragen, die sich Triathleten vor einem Wettkampf, immer wieder stellen, eine konnte der Veranstalter diese Woche überraschend früh beantworten, die andere ist noch nicht ganz geklärt. Mitte der Woche wurde bekannt gegeben, dass definitiv mit Neopren geschwommen werden kann. Normalerweise kann ja bei zu warmen Wassertemperaturen ein Neoprenverbot ausgesprochen werden und nach den letzten Meldungen ist die Temperatur des Main-Donau-Kanals knapp unterhalb der kritischen Grenze. Nun gab der Veranstalter bekannt, dass in dem Kanal die Möglichkeit bestünde ggf. Kaltwasser zuzuführen und damit die Temperatur auf jeden Fall auf das erlaubte Mass herabzusenken. Gut ist die Entscheidung vorallem für all diejenigen, die nicht so gut schwimmen können und die positiven Eigenschaften des Neoprens deswegen gut gebrauchen können und auch für diejenigen, die schon im Wasser neue (persönliche) Bestzeiten anpeilen. Die zweite Frage nach dem Wetter ist noch offen. Momentan sieht es recht durchwachsen aus. Ich persönlich hoffe nur, dass es bis nach dem Radfahren trocken bleibt. Sollte das Regenrisiko zu gross werden, muss ich überlegen nochmals die Laufräder zu wechseln, da ich den damit zu verwendenden Spezialbremsbelägen bei Nässe nicht allzu sehr vertraue.
Ansonsten werden wir entgegen der ursprünglichen Planung nun vermutlich doch schon einen Tag früher - also heute abend – nach Roth anreisen. Durch diese Massnahme wollen wir den Zeitdruck aus dem Samstag nehmen und in der letzten richtigen Nacht noch mal schön durchschlafen. Demnach wird das heute mein letzter Eintrag vor dem Wettkampf sein. Die letzten Zahlen zum vergangenen Training und natürlich auch einen ausführlichen Wettkampfbericht liefere ich nach. Zusammenfassend muss ich sagen, fühle ich mich sehr gut vorbereitet. Bei allen drei Disziplinen halte ich - wenn alles gut geht - neue persönliche Bestzeiten für recht wahrscheinlich. Die Umstände dürfen mir keinen Strich durch die Rechnung machen, an sich fühle ich mich gesund und gut vorbereitet. Meine sportlichen Ziele sind:
  1. etwa gleichgewichtet, deshalb hier auch zusammen
- Schwimmen unter 1 Std.
- Laufen unter 4 Stunden
  1. Gesamtzeit unter 11 Stunden
Alle Ziele sind (für mich) ambitioniert, aber bei gutem Wettkampfverlauf durchaus machbar. Drückt die Daumen!!! Vielleicht treffe ich ja auch den ein oder anderen an der Strecke wieder. Ich würde mich freuen. Gestern abend meinte mein Lauftrainer zum Abschied "Markus, das sieht gut aus, das wird was - lass es rocken!" Ja, das werde ich!!!

Noch 1 Tag und 20 Stunden bis zum Start. Rock'n'Roll!!!!

14. Mai 2007

Rekom-Woche mit Meisterschaft und Liga am Wochenende

Eine weitere Trainingswoche und der zweite Ligawettkampf sind Geschichte. Nach dem kleinen Einbruch in der Vorwoche versuche ich mich diese Woche noch etwas zu erholen, am Wochenende stand dann die Baden-Württembergische Meisterschaft im Swim & Run auf dem Programm, die gleichzeitig der 2.Ligawettkampf für unser Team darstellte. Der Regenerationsaspekt der Trainingswoche wurde durch die äusseren Umstände noch etwas unterstützt: das Wetter war durchwachsen und das Schwimmtraining fiel teilweise wegen einer Veranstaltung aus. Ein weiterer Punkt war die Motivation, die nach all den Umfängen der vergangenen Zeit auch einen kleinen Durchhänger erlebte. Problem: gerade jetzt sind die entscheidenden Trainingswochen in Hinlick auf Roth - noch etwas über einen Monat bis zu meinem Saisonhöhepunkt sollte ich jetzt nicht mehr schludern. Also fuhr ich das Training nur leicht herunter und versuchte meinen Kopf mit kleinen Trainingsvariationen frei zu bekommen. Dienstags beim Schwimmtraining waren die Zeiten der 400m-Tests recht gut. Mittwoch auf der Laufbahn dann ebenfalls ein paar 400m-Intervalle, auch hier kam ich nahe an meine Bestzeit heran. Donnerstag bin ich dann erstmals seit dem Trainingslager wieder im Neo geschwommen. Freitag entschloss ich mich dann kurzfristig dazu anstatt dem eingeplanten Rennradtraining zu einer netter Tour mit dem Mountainbike. Nach dem Ruhetag am Samstag fühlte ich mich wieder fit. Leider war die Nacht auf Sonntag nicht so gut, weshalb ich Sonntag dann etwas unausgeschlafen in Waiblingen anreiste.

Mein letzter Swim & Run lag nunmehr 5 Jahre zurück. Damals in Stuttgart-Feuerbach zahlte ich viel Lehrgeld und machte bei meinem ersten Mehrdisziplinen-Wettkampf so ziemlich alles falsch was möglich war; diesmal sollte es besser laufen. Man konnte damit rechnen, dass die Konkurrenz wieder recht stark war, trafen doch Liga und BaWü-Meisterschaft hier aufeinander. Es wurde in mehreren Startgruppen gestartet, standen im Schwimmbad doch nur 5 Bahnen zur Verfügung, wobei sich 2 Mannschaften je eine Bahn teilen mussten. Kälteschutzanzüge (=Neopren) waren nicht erlaubt. In der 1. Disziplin lief es dann leider nicht so gut wie erhofft, ordneten wir uns doch etwas falsch ein. Bis sich die Gruppe sortiert hatte, hatten unser Team etwas den Anschluss verloren. Bei mir lief es recht ordentlich, als wirklich gute Leistung würde ich das noch nicht einordnen. Wir hatten uns irgendwann mit dem Tempo arrangiert und sparten uns die Körner für das Laufen. Ziemlich geschlossen kamen wir nach 17 Minuten und 1000 Metern aus dem Wasser. Mein Wechsel war ganz ordentlich. Ich wagte es ohne Strümpfe in den Schuhen zu laufen, anno 2002 in Feuerbach hatte ich mir dabei ebenfalls auf 8,1 km noch beide Füsse blutig gelaufen. Zu Beginn der Laufstrecke lief es bei mir richtig gut - ich konnte einige Konkurrenten überholen. Die Schuhe sassen zwar nicht richtig fest, aber das sollte mich erstmal nicht stören. In 3 Runden ging es durch die schöne Waiblinger Auenlandschaft nahe dem Freibad. Leider bekam ich nach kurzer Zeit Seitenstechen. Ich versuchte ruhig zu atmen, doch wie sollte das gehen bei dem hohen Lauftempo? Eben überholte ich noch einen Läufer, dann wurden die Seitenstechen zu stark - ich musste anhalten und versuchte tief durchzuatmen. Den Stopp nutze ich um meine Schuhe fester zu ziehen. Dann versuchte ich langsam wieder anzulaufen. Die Seitenstechen waren immer noch da, aber das musste gehen, schliesslich war ich für das Team unterwegs, war derzeit unser Bestplatzierter und wollte das beste für unser Team rausholen. Während der kurzen Pause war ich natürlich wieder überholt worden, die Plätze wollte ich schnell wieder gut machen. Obwohl ich immer noch ein leichtes Seitenstechen hatte, lief es sich nach der Pause deutlich besser. Langsam wurde mir heiss, ich hatte Durst. Doch die Runde war nicht so lange, von daher musste ich nicht lange auf die nächste Wasserstation warten. Mit einer Laufzeit von 31:47 Minuten kam ich ins Ziel, das entspricht einer Pace von rund 3:55 Min/km. Ich kann mich an keine Matte nach der Wechselzone erinnern, deshalb müsste in der Zeit auch der Wechsel inklusive sein. Von daher war das tatsächliche Tempo vermutlich noch deutlich höher.

Summa summarum konnte ich mit dem Lauf mit Ausnahme des Zwischenstopps sehr zufrieden sein, das Schwimmen hätte noch etwas besser sein müssen. Das Ergebnis reichte für mich zu einer Platzierung im Mittelfeld der Liga, die Mannschaft fiel leider um einen Platz zurück. Der Wettkampf an sich war sehr schön und eigentlich empfehlenswert. Wäre den Organisatoren nicht ein grober Fauxpas beim Kindertriathlon passiert. Hier hatten sie einen unserer Nachwuchsathleten in der Startliste als Mädchen geführt und trotz rechtzeitiger Reklamation dies bis zum Wettkampf auch nicht verbessert. Ergebnis war letztendlich, dass der Kleine weder bei den Mädchen noch bei den Jungen starten durfte, weil man vergessen hatte ihn dorthin umzutragen. Der Junge war natürlich tiefbetrübt und umsonst nach Waiblingen gekommen. Uns war es allen unverständlich, dass sich das ansonsten ordentlich arbeitende Orga-Team hier so unflexibel und unsensibel zeigte.

Ausführlicherer Bericht bei 3athlon.

26. April 2007

Back to the roots

Mit dem Wechsel zur Sommerzeit steht abends wieder mehr Zeit für ein Training bei Helligkeit zur Verfügung. Zu dem ist es dieses Jahr verhältnismässig früh im Jahr warm und trocken geworden. Überall blüht und spriesst es. Auch der Rasen in unseren Stadion hat schon eine richtig schöne, grüne Farbe. Fussball wird dort offensichtlich seltener gespielt, das Stadion dient vermutlich hauptsächlich den Sportstudenten und einigen Leichtathletikvereinen für ihr Training. Auch wir laufen mit dem Triathlonverein nun wieder regelmässig auf der Bahn, im Winter mussten wir leider noch mangels Beleuchtung häufiger auf beleuchtete Strassen oder Feldwege ausweichen. Die Bahn nutzen wir – wen wundert es - für das Intervalltraining. Doch auch einen weiter Teil wird gerne genutzt: der Rasen!

In Läuferkreisen wird spätestens seit dem Auftauchen eines gewissen dauergrinsenden Doktors aus dem Frankenland heftig über die Vor- und Nachteile des Vorfusslaufens diskutiert. Hierüber gibt es in der Zwischenzeit zahlreiche Studien, Artikel und Bücher – ich will das Thema deshalb nicht so weit ausführen; wer sich dafür näher interessiert wird zu diesem Begriff sicher auch im Internet schnell fündig. Ich für meinen Teil, finde den Vorfusslauf nur bedingt praktikabel: abschnittsweise laufe ich gerne mal auf dem Vorfuss, aber gerade auf längeren Strecken ist ein sauberer Stil hier nur schwer möglich. Besser finde ich da die Theorie des „natürlichen Laufens“ wie sie von dem Sportmediziner und Laufexperten Matthias Marquardt vertreten wird. In mehreren Veröffentlichungen hat er das Thema näher unter die Lupe genommen und versucht die Vorteile herauszustellen. Herausheben möchte ich hierbei das folgenden Buch:

Die Laufbibel – Das Basiswerk für gesundes Laufen

Matthias Marquardt, Christian von Loeffelholz, Björn Gustafsson

Verlag SpoMedis, Preis 24, 95 EUR

ISBN 3-936376-08-5


Für mich ist dieses Buch eines der Besten, die es zur Zeit zum Thema Laufen auf dem Markt gibt. Der Begriff „Bibel“ ist vielleicht etwas hoch gegriffen, doch werden tatsächlich sehr viele Aspekte des Laufens in diesem Buch erörtert. Auch nach dem Lesen nimmt man das Werk immer gerne mal wieder zur Hand, hat man doch ein recht umfassendes Nachschlagewerk, in dessen 15 Kapiteln auch so manche Spezialthemen zumindest am Rande mal erörtert werden. Wie der Untertitel des Buches schon andeutet, legt der Marquardt neben den üblichen Themen wie Trainings- und Wettkampfplanung, Ernährung einen besonderen Wert auf das gesunde Laufen auch durch die richtige – natürliche – Lauftechnik. Auch seine Theorien sind umstritten. In dem Buch leitet er seine Theorien aber sehr gut her und gibt praktische, anschauliche Beispiele. Für mich sind seine Schussfolgerungen somit nachvollziehbar. Ich kann dieses Buch somit nur wärmstens jedem Interessierten zur Lektüre empfehlen!

Unterschied zu der Theorie zum Zahnpasta-Doc ist, dass Marquardt sich beim natürlichen Laufen nicht nur auf den Vorfusslauf beschränkt, sondern noch weitere Aspekte des gesunden Laufens einbringt – so ist sein Laufstil letztendlich das Zusammenwirken verschiedener Elemente wie Körperhaltung, Schrittlänge und -frequenz sowie Auftreten und Abstossen. Auf die einzelnen Elemente will ich jetzt nicht näher eingehen, wen es interessiert, der sollte sich das Buch kaufen. Für den Laien gibt es in dem Buch auch eine Anleitung wie man zu einem solchen natürlichen Laufstil kommt – wie man ihn trainieren kann. Und hier schliesst sich wieder der Kreis zu unserem Rasen. Erstmal die Schuhe aus! Dann raus und laufen! Das geht natürlich nicht überall. Paradebeispiel ist der Sandstrand, aber wer hat zuhause schon einen? Gut eignen sich aber auch Wiesen. Durch die Beschaffenheit einer Wiese läuft der Abrollvorgang eines Fusses unterschiedlich ab. Das Nervensystem nimmt diese Unterschiede wahr und gibt diese an die Muskulatur weiter. Doch Vorsicht: der Gewöhnungsprozess braucht seine Zeit! Das Tragen von Schuhen mit Sohlen vermindert die Reizaufnahme. Der Prozess läuft deshalb besser, wenn man ohne unnatürliche Schuhsohlen mit dem blossen Fuss auf der Wiese läuft – die sensorischen Informationen unterstützen den Lernprozess im Gehirn. Um dies zu testen rate ich das folgende Experiment mal auszuprobieren:

  1. Man stellt sich auf die nackten Füsse und schliesst dabei die Augen.
  2. Nun versucht man die Standfläche zu erfühlen. Ist es ein gleichmässiges Gefühl oder ist ein Fuss mehr belastet? Steht man mehr auf dem Vorfuss oder ist es doch eher gleichmässig der ganze Fuss?
  3. Dieses Gefühl bitte für den späteren Vergleich merken!
  4. Nun einen Fuss ca. 5 Minuten massieren. Mit dem Daumen kräftig über die Fusssohle kreisen, reiben oder etwas an den Zehen ziehen. Nicht zu viel Druck anwenden!
  5. Anschliessend wieder aufstellen und die Schritte 1. und 2. wiederholen.

Man wird eine Veränderung spüren. Durch die Massage wurden die Rezeptoren am Fuss stimuliert. Ein ähnliches Phänomen kann man beim Barfusslauf auf der Wiese beobachten. Die verbesserte Wahrnehmung führt zu einer Effektivitätssteigerung bei Laufmotorik und -koordination und somit auch zu einer verbesserten Lauftechnik. Deshalb machen auch wir nun immer vor einem Intervalltraining immer erst ein paar Läufe auf dem Stadionrasen. Natürlich ist das beim ersten Mal ungewohnt. Ich mag das Gefühl aber in der Zwischenzeit sehr gerne, wenn man barfüßig über den weichen Rasen läuft. Einzig der Muskelkater, der sich im Anschluss an das Training in der Wade einstellt, müsste nicht unbedingt immer sein, aber das wird sich vermutlich mit der Zeit legen.

10. Januar 2007

Extremleistungen im Studio

Im Winter sind die Tage draussen kurz, es ist kalt und nass. Letzteres trifft für den Winter 2006/07 bisher zwar nur bedingt zu, ich nutze die Zeit im Winter trotzdem für etwas Krafttraining im Fitnessstudio. Primäres Ziel ist es meine Rücken- und Bauchmuskulatur etwas zu stärken. Das hilft mir nicht nur für den Sport, sondern stärkt auch meine durch das viele Sitzen stark belastete Rumpfmuskulatur. Diesen Winter werden die Übungen erstmals noch durch verstärktes Waden- und Beinmuskulaturtraining ergänzt. Ich habe die Hoffnung dadurch im Sommer mehr Druck für das Zeitfahren auf die Pedale bringen zu können.
Das Wintertraining im Allgemeinen hilft mir auch immer etwas von meinen 3 Hauptsportarten abzuschalten; mal etwas anderes machen - andere Bewegungen, andere Trainingsstätten, andere Leute. Ausserdem kann man von Sportlern anderer Disziplinen vielleicht noch die ein oder andere neue Anregung bekommen, die einem auch bei der eigenen Sportart weiterhilft.

Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens auch, ist es auch im Studio interessant die wahren Cracks zu beobachten. So gibt es bei den eigenen doch eher seltener gesäten Besuchen im Studio - unabhängig von Tag und Uhrzeit des eigenen Erscheinens - oft Wiedersehen mit immer wieder den gleichen Zeitgenossen und kann diese dann dabei beobachten wie sie unermüdlich mit den Grenzen von Körper und Geist kämpfen. Zu Beginn fallen sie dem ungeübten Beobachter nicht unbedingt auf und gehen im Meer der vielen Studiobesucher unter. Zudem sind die Gewichte oft verdeckt, mit denen so mancher an der Geräten hantiert. Umso grösser ist dann meist die Überraschung, wenn man dann im Anschluss an einen dieser Cracks an eines der Geräte kommt und die Gewichte sieht, die hier gerade aufgelegt sind. Bei Geräten für die Armmuskulatur versuche ich den Vergleich zu meinen eigenen Gewichten meist aus Selbstschutz zu vermeiden, würde ich doch wahrscheinlich zugleich in eine tiefe Winterdepression verfallen. Bei den Geräten für die Beinmuskulatur sieht das schon etwas anders aus, da ich als Triathlet schon recht gut trainierte Beinmuskeln habe und mich dort gut behaupten kann. So erreiche ich schon ganz beachtliche Bereiche auf der Gewichteskala. Manchmal kommt dann doch der Schock, wenn man feststellt, dass es Athleten gibt, die auch hier das obere Limit der Maschinen ausreizen können.
So ist es nicht verwunderlich, wenn man sich mal über die kleinen Erfolgserlebnisse im Fitnessstudio freut, bei denen man mal selbst seine Qualitäten zeigen kann. Bei mir ist das meist der Fall, wenn der monatliche Fitnesstest oder der etwas aufwenigere und deshalb seltenere Laktattest anstehen. Beim einfachen Fitnesstest werden solche Werte wie der BMI (Body-Mass-Index), der Fettanteil im Körper und die Herzfrequenzvariabilität gemessen. Mit einem Laktattest versucht man vereinfacht gesagt über eine Blutanalyse während sportlicher Aktivität die persönlichen Grenzwerte für eine körperliche Belastung festzustellen und damit Rückschlüsse auf vergangenen und zukünftigen Trainingsaufbau zu machen. Bei beiden Tests neigen die durchführenden Tester dazu bei mir immer in ein leichtes Staunen zu verfallen, da ich als schmaler ber gut ausdauertrainierter Sportler doch eher in die oberen Randbereiche der Testpersonen des Studios komme. Der Eindruck bestätigt sich dann nach Ausgabe des Testberichts, wenn meine Leistung in einem doch recht guten Verhältnis zu einem echten Profi gesetzt wird. Schon heute freue ich mich auf meinen nächsten Test, kann doch dann auch ich als Hobbysportler mal auf meine Leistung ein kleines bisschen stolz sein. Gestern jedoch durfte auch ich erstmals dem Laktattest eines anderen über dessen Leistung staunen. Testperson war mein Vereinskamerad und Lauftrainer Mario, den ich zufällig im Studio traf. Ich erwartete ja schon ein gutes Ergebnis, doch das was ich sah, übertraf alle meine Erwartungen. Ist der Einstieg in den Test für den Probanden noch recht einfach, so steigert sich die Belastung in Intervallen immer mehr. Am Laufband realisert man diese Steigerung durch eine Erhöhung der Laufbandgeschwindkeit. Dass jemand dabei die technischen Grenze des Testgerätes erreicht, kommt sicher eher selten vor – er schaffte das gestern und schien dabei lange Zeit nicht sonderlich angestrengt. Erst beim x-ten Intervall der höchtmöglichen auf dem Gerät einstellbaren Geschwindigkeit kam auch er an seine Leistungsgrenze. Als er vom Band stieg konnte er sich des Respekts aller diesem aussergewöhnlichen Test beiwohnenden Personen sicher sein.
Nun darf ich gespannt auf meinen nächsten Test warten. Wie weit ich wohl an diese Leistung herankommen werde? Mein letzter Test ist doch schon knapp 1 Jahr her und ich bin mir nicht sicher, wo ich heute stehe.